Dein erstes Yoga Retreat: Was dich erwartet — mit Packliste
Ein erstes Retreat fühlt sich oft grösser an, als es ist. Du kommst an, legst das Handy weg, isst gemeinsam, übst zweimal am Tag — und merkst am Sonntag, wie lange du nicht mehr so ruhig warst. Hier erfährst du, wie es abläuft und wie du dich vorbereitest.

Wie ein Retreat-Tag aussieht
Die meisten Retreats folgen einem ähnlichen Rhythmus. Als Beispiel unser Samstag auf der Schweibenalp:
- 06:00 Meditation und Puja im Tempel
- 07:00 Therapeutisches Yoga
- 08:00 Frühstück
- 10:00 Wanderung zum See (bei schlechtem Wetter: Gespräch, Karten, Teezeremonie)
- 13:00 Mittagessen, danach Ruhezeit
- 16:30 Abendpraxis
- 18:00 Abendessen
- 20:00 Mantra-Singen
Dazwischen gibt es Zeit für dich: lesen, schlafen, spazieren, nichts tun. Diese Pausen sind Teil des Programms, nicht verlorene Zeit.
Muss ich „gut“ in Yoga sein?
Ein Retreat ist kein Leistungstest. Ob ein bestimmtes Retreat zu deinem Niveau passt, hängt aber vom Programm ab — frag die Organisatoren direkt. Gute Lehrpersonen bieten Varianten an und erwarten nicht, dass alle dasselbe können. Wenn du unsicher bist, schreib uns, bevor du dich anmeldest.
Gesundheit und Eigenverantwortung
Wenn du gesundheitliche Einschränkungen hast, schwanger bist oder dich von einer Verletzung erholst, kläre die Teilnahme vorher ärztlich ab und sag es der Lehrperson. Bei uns erhältst du vor dem Retreat ein Infopaket mit einer Haftungserklärung, die du vor Ort unterschrieben abgibst.
Packliste für ein Yoga Retreat in den Bergen
- Bequeme Kleidung in Schichten (morgens und abends ist es in den Bergen kühl)
- Warme Socken und eine Jacke für Tempel und Feuerzelt
- Feste Schuhe für Wanderungen, Regenjacke
- Eigene Yogamatte, falls du gern auf deiner übst (frag, ob Matten vorhanden sind)
- Trinkflasche, Notizbuch, Stift
- Persönliche Medikamente
- Hausschuhe, Taschenlampe für den Weg am Abend
- Im November: Mütze und Handschuhe
Digital Detox — muss das sein?
Niemand nimmt dir das Handy weg. Aber es hilft, es während der Sessions im Zimmer zu lassen und Benachrichtigungen auszuschalten. Viele merken erst nach einem Tag, wie viel Raum dadurch frei wird.
Die Gruppe
Auf einem kleinen Retreat isst und übt ihr gemeinsam. Gespräche entstehen von selbst — aber du musst nicht reden, wenn du Stille brauchst. Ein Eröffnungskreis am ersten Abend hilft, anzukommen und eine Absicht für die Tage zu setzen.
Nach dem Retreat
Plane am Sonntagabend nichts Grosses. Der Übergang zurück in den Alltag gelingt besser, wenn du dir einen ruhigen Abend lässt und eine kleine Praxis — fünf Minuten Atem, ein paar Haltungen — in die neue Woche mitnimmst.
Häufige Fragen
Was ziehe ich auf einem Yoga Retreat an?
Bequeme Kleidung in Schichten, warme Socken und feste Schuhe für draussen. In den Bergen wird es morgens und abends kühl.
Kann ich allein auf ein Retreat gehen?
Ja. Viele Teilnehmende kommen allein. Die gemeinsamen Mahlzeiten und Kreise machen es leicht, anzukommen.
Muss ich an allen Sessions teilnehmen?
Nein. Jede Session ist eine Einladung. Wenn du Ruhe brauchst, nimm sie dir.
